Fahrradfahren ist notwendig

Ein wenig trostlos wie das Radfahren im Winter nun mal ist, aber der Text ist spitze :-) und das Licht ist auch an.

Das Fahrrad in der Presse: Und es geht fröhlich weiter…

… mit diesem Essay in der Welt.

Die Welt ist mir aber schon vor einiger Zeit mit ihrer Freien Welt von Herrn Herzinger übel aufgestossen. Der hält sich nämlich nicht an seine eigene Nettiquette, die da lautet:

Auch die Verbreitung von Inhalten, mit denen zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufgerufen…,sind verboten.

Der Gebrauch vulgärer, missbräuchlicher oder haßerfüllter Sprache ist untersagt.

Dieser Kommentar spricht da Bände.

Kostproben:

Sie rasen, gondeln, schlingern, torkeln zum Beispiel nach Belieben über Bürgersteige oder durch noch so enge Fußwege,…

…Passanten…im Zweifelsfall aber von der Bahn zu jagen gilt.

…sondern von der herrschenden Ideologie sogar noch systematisch dazu ermutigt sich nach Gusto daneben zu benehmen, …

Das Radfahren ist sozusagen die verkehrstechnische Entsprechung des neuen deutschen Ideals einer Gemeinschaft des guten ökopazifistischen Gewissens, die auf ihrem Weg zur moralischen Vollkommenheit auf niemanden mehr Rücksicht zu nehmen gedenkt, der ihre radikal selbstsüchtige und selbstgerechte Logik nicht teilt.

…in dem sich eine Gruppe nicht an Regeln zu halten braucht, während alle anderen mit zum Teil drastischen Mitteln von der Staatsmacht dazu gezwungen werden, hat nichts mit Freiheit zu tun, sondern stellt eine Form der Tyrannis dar …

Herr Herzinger kann gerne seine Meinung äußern, dazu hat er jedes Recht, Netiquette ist ja kein Gesetz, sondern eine geregelte Umgangsform, gegen diese (seine eigene, in seinem Blog) verstößt er in meinen Augen.

Weiterer Blödsinn zu Ramsauers Fahrrad Thesen

Bei telepolis.de wird behauptet, dass eine Helmpflicht zu rücksichtslosen Radfahrern führt. Klar, ich fange dann an Autos zu rammen und LKWs von der Strasse zu drängen….

So was kann ich nicht mehr ernst nehmen.

Manche sind gleicher – Dortmunds OB darf auf dem Fahrrad telefonieren

Es gab nur eine Verwarnung und kein Bußgeld. Tja wer so wichtig ist, der hat schon Sonderrechte. Es war ja ein Dienstgespräch.

Hier der Link zum Artikel Ruhrnachrichten vom 16.7.2011

Polemik gegen Radfahrer

Dieser Weltartikel hat es in sich. Dazu noch die Kommentare, die von Herrenmenschen auf 2 Rädern sprechen, die sich nun zu verantworten hätten.
Und dann noch der Begriff “Kampfradler”.
Gerade Herr Ramsauer, der durch seine Rücknahme der StVO erst diese Situation geschaffen hat. Die Kommunen trauen sich nicht geltendes Recht umzusetzen durch diese Unsicherheit in der Rechtslage (zumindest sind das die Argumente der Verantwortlichen in Hattingen, die auf die “neue” Straßenverkehrsordnung warten und deshalb die Radwege nicht zurückbauen).
Dazu noch mangelhaft Aufklärung, schlechte und fehlerhafte Radverkehrsanlagengestaltung, die oftmals auch Radfahrer in diese Fallen tappen lassen.
Und dann noch alle schön in einen Topf schmeißen. Getötete Radfahrer durch Rechtsabbiegerunfälle können sich ja nicht mehr wehren. Häufen sich schwerwiegende Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern? Diesen Trend konnte ich bisher nicht beobachten. Radfahrer tun etwas Gutes, ihnen wird aber verkehrspolitisch kein Raum dazu gegeben. Also kein Wunder, dass Sie sich renitent dagegen wehren. Leider auch manchmal auf Kosten der schwächeren (schwächsten) Verkehrsteilnehmer.

Kontrollen helfen vielleicht ein wenig, aber wirklich helfen würde nur eine konsequente Umsetzung bekannter Maßnahmen:

1. Radfahrer gehören auf die Strasse, mit den gleichen Rechten und Pflichten aller Verkehrsteilnehmer
2. Das Fehlverhalten von Autofahrern gegenüber Radfahrern ist konsequent zu ahnden
3.Tempo 30 in Städten (das senkt die Todesrate bei Unfällen zwischen Fußgängern und Autos bei diesem Tempo auf 5%, was immer noch hoch ist)

Wenn Autofahrer respektieren, Fahrradfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wahrzunehmen und es Kampagnen gibt, die dieses Recht deutlich machen, dann wird sich die Situation bestimmt ändern.

Viel geredet, nichts geändert

Planer in Witten kapitulieren bei ihren eigenen Fehlplanungen (derwesten, 18.01.11).
War bereits im Oktober ein Thema.
Da hilft nichts mehr.

Gefährliche Kurve

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Wodurch denn bloß?