Schlagwort-Archive: Sicherheit

Sicherheit im Strassenverkehr und eigene Rückschlüsse

Aufgrund der eigenen Erfahrungen der letzten Tage und der Diskussion auf den Seiten der Radspannerei zu diesem Thema (LKW-Fahrer wird zu 2800€ Geldstrafe nach dem tödlichen Unfall mit einer Radfahrerin verurteilt). Dazu findet sich auch ein interessanter Fernsehbericht auf den Seiten des RBB (Abendschau, Archiv, Sendung vom 16.12.2010). Ich bin mir nicht sicher wie ich diesen Fernsehbericht beurteilen soll. Zu allererst sind da die Zeugenaussagen, die indirekt der Radfahrerin eine Mitschuld geben, da diese ja auf ihr Recht bestanden hätte. Das ist schon ein starkes Stück. Natürlich ist es schwierig die Situation zu beurteilen, nur wie nehme ich als Radfahrer den Strassenverkehr wahr? An erster Stelle steht meine eigene Sicherheit. Ich mache Fehler und andere machen auch Fehler. Nur als Radfahrer bin ich doppelt und dreifach vorsichtig, trotzdem habe ich mich auch schon in kritische Situationen gebracht, wenn ich vordergründig zuerst einmal auf mein Recht bestanden habe. Wieso auch nicht? Als schwächerer Verkehrtteilnehmer habe ich die Wahl: Stecke ich immer wieder zurück, werde ich immer wieder behindert, abgedrängt, geschnitten, gefährdet, zu eng überholt usw. oder gehe ich ein gewisses Risiko ein, fahre nach aussen hin selbstbewußt aber nach innen defensiv und vorsichtig? Sollte es in so einem Fall zu einem Unfall kommen, d.h wenn ich nach Strassenverkehrsrecht mich korrekt verhalte, aber selbstbewußt bin und dieses Recht als mir gegeben wahrnehme, bin ich dann mit Schuld, trage ich dann eine Verantwortung?
Werde ich als Opfer in so einer Situation (die getötete Frau in Berlin kann sich nicht mehr wehren) nicht als dieses wahrgenommen? Es wird von hätte wäre wenn gesprochen, was wäre wenn die Radfahrerin nur ein wenig zurückgesteckt hätte, dann wäre das nicht passiert (so sinngemäß ein Zeuge).
Ermittlungstaktische Fehler kommen hinzu, wie Benno Koch bemerkt (so wären die Spiegel des LKW-Fahrers nicht von der Polizei nach dem Unfall vermessen worden). Ein Zeuge sagte sogar er würde kein Fahrrad mehr fahren seit dem Unfall, dass sei ihm zu gefährlich.
Um ganz ehrlich zu sein, als Fahrradfahrer bemerke ich jeden Tag, bei jeder Fahrt, dass ich als schwächerer Verkehrsteilnehmer Freiwild bin, derjenige, der mich schlecht behandeln will, d.h. der mich schneidet, eng überholt, mir die Vorfahrt nimmt kann dies tun ohne das er zur Verantwortung gezogen werden kann. Wie oft lese ich, dass derartige Anzeigen von Radfahrern von der Staatsanwaltschaft eingestellt werden, wie oft werden Radfahrer von Autofahrern als Hindernisse bezeichnet, gemaßregelt und gefährdet von diesen selbst ernannten Sheriffs.
Es ist an der Zeit, dass wir als Radfahrer darüber nachdenken wie wir erreichen, dass Verkehrsverstöße gegen uns auch als diese wahrgenommen und geahndet werden, es reicht nicht mehr, dass wir uns in Blogs und Foren beschweren wie ungerecht die Welt sei, das ändert nichts. Jeder Radfahrer muß sich die Frage stellen: Habe ich das Recht sicher und ungefährdet am Strassenverkehr teilzunehmen? Will ich mich aus Angst zurückziehen oder will ich mich mutig und selbstbewusst im Strassenverkehr bewegen, um als Teil von diesem wahrgenommen zu werden?
Erkenne ich das Fahrrad als alternatives Fortbewegungsmittel an, verwende ich es auch bei schlechtem Wetter und auf längeren Strecken?

Langzeiterfahrung Schwalbe Marathon Winter

Typ: Schwalbe Marathon Winter Reflex Drahtreifen
Spikes: 240
Größe: 622-42 (28×1.6)
Druck: 2.0-5.0 bar
Preis: 29.95€/Stück
Ich habe Ihn jetzt fast 1500 km gefahren. Was ich bisher feststellen kann:

  • keine Spikes verloren
  • das Profil am Hinterrad hat stark abgenommen
  • Spurrillen (aus Eis) sind fies
  • matschiger Schnee ist fies

Ich fahre den Reifen durch, d.h. sobald der Schnee weg ist erhöhe ich den Druck wieder bis ans Maximum (5 bar) und dann fahre ich normal mit dem Reifen weiter. Erst wenn die Temperaturen auch morgens wieder konstant über 0 Grad sind, wechsele ich auf die normalen Marathons.
Ich passe regelmäßig den Reifendruck an die Witterungsverhältnisse an, d.h. wenn ich über Eis bzw. eisige Wege fahre, fahre ich nahe am Minimaldruck (vorne 2,3 hinten 2,8 bar), auf festgefahrenem Schnee vorne mit 3,5 und hinten mit 4,2 bar auf Asphalt mit 4,2 und 4,7 bar (v/h). Das ist bei meinem Gesamtgewicht (135 kg) die beste Abstimmung.
Wichtig ist das Einfahren der Spikes, d.h die ersten 40 km auf Asphalt einfahren, nur leicht bremsen und beim Einbau ist die Laufrichtung zu beachten (die, wie ich finde, schlecht abzulesen ist).
Wirkliche Probleme hatte ich nur auf matschigem und bei tiefem Schnee (ab 15 cm). Bisher hatte ich wenig brenzlige Situationen, Spurrillen aus Eis von andern Radfahrern oder Langläufern sind immer kritisch, wenn man da reingerät kommt man nur schwierig wieder raus, auf keinen Fall hektisch lenken oder bremsen, langsam Mittreten und das Rad ausrollen lassen ist mein Tipp. Auch bei tieferem Schnee hilft das langsame Mittreten falls das Rad hinten mal wegrutscht. Sonst gelten meiner Meinung nach die Regeln fürs winterliche Fahren, d.h. vorausschauend fahren, früh genug vor Kurven gefühlvoll Bremsen und die Geschwindigkeit anpassen.
Ich kann den Reifen nur empfehlen, ich fühle mich auf meinem täglichen Arbeitsweg bei winterlichen Verhältnissen sehr sicher, ich kann mit ca. 15-20 km/h auf Schnee und Eis fahren, bei guten Verhältnissen (schneefrei) kostet er mich 2-3 km/h, aber das ist zu verschmerzen.
Eine gute Übersicht über andere Fabrikate gibt es bei komponentix.de im Onlineshop unter Reifen/Winterreifen.

Spikes drauf und schon beginnt der Winterspass

Am Wochenende Spikes aufgezogen, und die letzten beiden Tage wunderbar gefahren. Nur am Kemmnader See haben sie den gleichen Fehler wie im letzten Jahr beim Räumen gemacht, da kann ich jetzt eher Schlittschuh fahren. Auf dem Rad ist es sicherer als zu Fuß, wie ich gestern feststellen mußte, als ich für einen bessern Grip Luft aus den Schläuchen ließ.

Assistenzsysteme im Auto

Ich stelle mir gerade vor, dass alle Autos Assistenzsysteme ähnlich wie die im neuen Volvo (City Safety) haben. Wie wäre das schön. Kein Autofahrer kann mir mehr die Vorfahrt an einer Engstelle nehmen. Ich fahre einfach direkt auf ihn zu und das Assistenzsystem würde den Wagen mit einer Vollbremsung zum Stehen bringen.
Es würde nicht mehr das Gesetz des Stärkeren gelten, der schwächere Verkehrsteilnehmer von der Strasse drängt (bzw. aus Überlebensinstinkt sich von der Strasse drängen lässt).
LKWs sollten dieses System auch an den Seiten haben. Dann wäre es mir, wie letzte Tage, nicht passiert, dass ich mich plötzlich in einer Bushaltebucht wiedergefunden hätte (immerhin besser als unter den Anhänger zu geraten). Da bin ich fies von der Strasse gedrängt worden, als der LKW mich überholte und einscherte.

*sitztgrinsendvordemrechner*

Witten macht es vor

So kann Radverkehr gefördert werden. Die Kommentare der Autofahrer sind mehr als blöd.
Der Westen: Unistrasse für Radfahrer
Vor allen Dingen der Abschnit nach der Uni Richtung Witten ist als Radfahrer so gut wie gar nicht zu nutzen. Denn bergauf Richtung Uni gibt es dort keinen Randstreifen und die Autos preschen mit weit mehr als den vorgeschriebenen 70km/h an einem vorbei, das war bisher kein Spaß.

Düsseldorf: Rechtsabbieger überfährt Fahrradfahrer

Meldung der RP

Es geht mir nicht primär um den Unfall, ich möchte nur auf die Bildunterschrift von Bild 10 hinweisen:

An der Kreuzung passiert es häufiger, dass Fahrradfahrer übersehen werden.

Da müßten doch so langsam die Alarmglocken bei den verantwortlichen Verkehrsplanern angehen.

Hattingen –Schlaglöcher in der Fahrbahn Radfahrer stürzen

Polizeimeldung vom 28.06.2010

Beide Radfahrer aus Bochum verletzen sich, einer schwer
Hattingen – 28.06.2010 – 15:16 – Am 27.06.2010, gegen 11.40 Uhr, befahren zwei Radfahrer, ein 51-jähriger und ein 49-jähriger Bochumer, die Hackstückstraße in Richtung Bredenscheid. In einem leicht abschüssigen Bereich gerät der 51-jährige in ein Schlagloch, verliert dadurch die Kontrolle über sein Rad, stürzt und wird leicht verletzt in ein Hattinger Krankenhaus gebracht. Der dahinter fahrende 49-jährige kommt ebenfalls zu Fall und wird schwer verletzt in ein Bochumer Krankenhaus eingeliefert. Der städtische Bereitschaftsdienst wird zur Ausbesserung der Schlaglöcher hinzugezogen. Es entsteht ein Sachschaden in Höher von ca. 1.000,-Euro.

Nachtrag: Da hat die Stadt sich einen Tag zuviel Zeit gelassen die Fahrbahn zu flicken. Ich meine Montag und Dienstag ist dort der Strassenbelag geflickt worden (oder war es genau deswegen?).

Ja, ja war die Antwort

der Hundehalterin auf meinen Hinweis, dass Sie ihren Hund anleinen müsse wenn er nicht hören würde. Er stand bereits länger mitten auf dem Fahrradweg und ließ sich weder von Frauchen, die ca. 30m entfernt auf einer Wiese stand, noch von meinem Klingeln beeinflussen.

Hattingen Baustelle Bochumer Str.

Ich habe schon gar keine Lust mehr Bilder zu machen von dem Chaos was die Stadt und die Baufirma dort veranstalten. Die rechte Seite der Brücke über die Ruhr (von Bochum kommend) ist jetzt gesperrt. Radfahrer sollen den linksseitigen Radweg benutzen, der führt aber am Ende in eine Absperrung und man wird als Radfahrer auf eine Nebestraße gezwungen. Unterhalb des Dammes (am Haus Wallbaum vorbei) soll man nun fahren. Dann den Damm wieder hoch und dort ist dann plötzlich wieder ein linksseitiger Radweg. Für den regulären Radverkehr aus Hattingen ist dort aber kein Radweg, an der Martin Luther Straße/Kreisstraße endet dieser. Also Radfahrer stadteinwärts sollen einen linksseitigen Radweg benutzen, während stadauswärts (Ri. Bochum) Radfahrer auf der Strasse fahren müssen (nicht, dass ich das nicht gut finde). Da fehlen mir inzwischen die Worte, schaut sich das überhaupt jemand an?

Mantelkiller

Letzte Tage hatte ich einen tiefen Schnitt im Mantel. Ich hatte ihn erst bemerkt nachdem ich Abends mit dem Fahrrad wieder nach Hause fahren wollte und der Reifen platt war. Wie das passiert ist weiß ich nicht. Es war eine teuere Reparatur, der Marathon Extreme DD musste nach gerade einmal 2.000km ausgetauscht werden. Ärgerlich. Zu Hause habe ich mit einem Teppichmesser versucht nachzuvollziehen was da passiert sein kann. Ich konnte aber nicht ansatzweise einen derartigen Schnitt erzeugen (ca. 2cm lang und bis auf den Schlauch, duch die Lauffläche und an der Flanke).

Es muß also eine sehr scharfe Kante und eine große Kraft gewesen sein, nur kann ich mich an kein Ereignis erinnern bei dem das in den letzten Tagen passiert sein könnte.

Mögliche Täter gibt es zu hauf:

Alte Pfostenaufnahme

Alte Pfostenaufnahme, Radweg Kemnade

Detail Pfostenaufnahme

Detail Pfostenaufnahme, Kemnader See


Ich finde so etwas gefährlich, mitten in der Durchfahrt zwischen den zwei neuen Pfosten. Drauffallen will ich schon mal gar nicht.